PicoW NeoPixel: Gerätelog ohne serielles Kabel abrufen¶
Wenn ein LED-Controller am TV-Board hängt, ist ein serielles Kabel für die Fehlersuche eher unpraktisch. Die PicoW-NeoPixel-Firmware kann seit v1.3 ihre bereits gespeicherten Meldungen per GET /logs im lokalen Netz ausliefern. Der neue Weg ergänzt die serielle Konsole und das direkte Lesen von logs.txt; er erzeugt keine zusätzlichen Logeinträge auf dem Flash.
Kleiner Speicher, begrenzter Download¶
Der Pico W lädt für die Antwort nicht die ganze Datei in den RAM. Stattdessen liest die Firmware jeweils höchstens 512 Byte und überträgt sie stückweise. Die Dateigröße wird zu Beginn der Anfrage festgehalten: Später angehängte Zeilen kommen erst beim nächsten Abruf mit. Gibt es noch keine Logdatei, liefert der Endpunkt eine leere Antwort mit Status 200. Standardmäßig enthält die Datei nur Warnungen und Fehler; Debug- und Info-Meldungen bleiben auf der Konsole.
curl http://PICO_IP/logs
Für langsame oder unterbrochene Downloads gilt ein Zeitbudget von fünf Sekunden. Läuft es ab oder bricht die Verbindung nach Beginn der Antwort ab, bleibt der Download unvollständig und muss wiederholt werden. Der Endpunkt hat keine Authentifizierung – deshalb gehört er nur in ein vertrauenswürdiges Netz. Auch Diagnosemeldungen können Informationen enthalten, die nicht öffentlich sein sollten.
Die Änderung ist in Client-PR #8 mit Host-Tests für begrenzte Lesegrößen, Teilsendungen und Fehlerfälle dokumentiert. Ein Test auf echter Pico-W-Hardware ist dort ausdrücklich noch nicht bestätigt.